Salzkammergut – Kulturhauptstadt 2024

 

Seit 1985 wird Städten aus verschiedenen Ländern der Titel für ein Jahr verliehen. Die Länder stehen im Vorhinein fest: 2024 werden Österreich (nach Graz 2003 & Linz 2009) und Estland jeweils eine Kulturhauptstadt stellen. Alle drei Jahre können sich außerdem europäische Städte außerhalb der EU bewerben, so auch 2024. Die drei Kulturhauptstädte Europas 2024 sind Tartu (Estland), Bodø (Norwegen) und das Salzkammergut.

Das Ziel ist, die Vielfalt von Lebensrealitäten in Europa sichtbar zu machen, gegenseitiges Verständnis zu fördern und nachhaltige Impulse zur Stadt- und Regionalentwicklung zu setzen. Seit wenigen Jahren können sich neben Städten auch mehrere Orte gemeinsam als Kulturhauptstadt-Region bewerben. Eine Stadt (> 10.000 Einwohner*innen) muss jedoch den ‘Lead’ übernehmen. Im Falle von Salzkammergut 2024 ist das Bad Ischl.

Wie wurde das Salzkammergut Kulturhauptstadt Europas 2024?

Die Auswahl von Kulturhauptstädten erfolgt in einem offenen Wettbewerb, den in Österreich das Bundeskanzleramt ausschreibt.

Für das österreichische Titeljahr 2024 haben sich 3 Städte / Regionen beworben: Dornbirn+, St. Pölten und das Salzkammergut. Ende 2018 reichten alle drei Bewerber die ersten Bewerbungsunterlagen ein (das erste 60-seitige Bidbook). Anschließend hatten alle drei Bewerber die Möglichkeit, das Konzept vor der europäischen Kulturhauptstadt-Jury in Wien zu präsentieren. Die Entscheidung, dass alle drei Bewerber in die zweite und finale Auswahlrunde kommen, fiel am 31. Jänner 2019.

Bis Oktober 2019 wurde die Bewerbung finalisiert. Das 100-seitige Bidbook präsentierte das weiterentwickelte und konkretisierte Konzept, Programm, Budget sowie allfällige Management-Fragen. Anfang November 2019 besuchte eine Delegation der Jury die drei Bewerber-Städte bzw. -Regionen, um sich vor Ort ein Bild zu machen. Nach einem letzten Hearing in Wien Mitte November, bei dem die Bewerber in 45 Minuten das Konzept präsentierten und sich 75 Minuten lang den Fragen der Jury stellten, fiel die Entscheidung für das Salzkammergut am 12. November 2019.

Der Bericht der Jury über die Gründe für die Entscheidung kann hier nachgelesen werden.